Kinderprophylaxe: Motivation wird großgeschrieben, gerade bei den Kleinen

Gepostet am 27/06/2018 von ZWP

Kinder durch Zahnpflegepordukte zur Prophylax motivieren

Nicht nur bei Erwachsenen, auch bei Kindern ist eine gute Mundpflege von großer Bedeutung. Denn sie kann dabei helfen, unangenehme Beeinträchtigungen der Mundgesundheit im Kindesalter zu verhindern und somit gleichermaßen die Weichen für ein gesundes bleibendes Gebiss stellen. Nur leider gehören Zähneputzen & Co. für gewöhnlich nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen des Nachwuchses. Aus diesem Grund halten Mundpflegeanbieter wie Oral-B moderne Hilfsmittel bereit, um die Motivation der Kleinen zu steigern. Sie geben nicht nur den Bemühungen von Praxisteam und Elternschaft Rückenwind, sondern machen das vermeintlich langweilige Zähneputzen für die kleinen Patienten zu einem positiven Erlebnis.

Wirft man einen Blick auf die Deutsche Mundgesundheitsstudie IV (DMS IV), könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Kinderprophylaxe in Deutschland ihr Ziel bereits erreicht hat. Denn diese gibt für die Gruppe der 12-Jährigen einen DMFT-Wert von 0,7 an. Somit liegt die Zahl der kariösen, fehlenden oder gefüllten Zähne noch unter dem von der World Health Organization angepeilten Durchschnittswert von < 1,0. Sich auf diesem Erfolg auszuruhen, wäre allerdings fatal. Schließlich will ein guter DMFT-Wert in jeder Generation und somit bei jedem einzelnen Kind erneut verteidigt und im Idealfall weiter verbessert werden. Hinzu kommt, dass Gingivitis und Parodontitis mittlerweile selbst bei jüngeren Patienten schon zum Thema werden – bereits 12,6 Prozent der Jugendlichen sind laut DMS IV davon betroffen. Insofern wird deutlich: Kinderprophylaxe ist kein Selbstläufer, vielmehr sieht sie sich weiterhin großen Herausforderungen gegenüber.

„Geheimwaffe Eltern"

Um auf diese Herausforderungen angemessen reagieren zu können, bedarf es eines ganz besonderen Zusammenspiels. Immerhin müssen neben dem Praxisteam und den kleinen Patienten auch noch die Eltern in das Gesamtprojekt „Kinderprophylaxe" einbezogen werden. Sie spielen gleich in mehrfacher Hinsicht eine entscheidende Rolle, eine Tatsache, auf die das Praxisteam mitunter explizit hinweisen sollte. Denn sowohl als „Nachputzer" bei den Kleinen als auch in der Vorbildfunktion eines gewissenhaften „Zähneputzers" und „Zahnarztgängers" kann die Unterstützung der Eltern den Ausschlag geben. Ersteres ist länger notwendig, als man es zunächst vielleicht glaubt. So haben wissenschaftliche Untersuchungen1 beispielsweise gezeigt, dass Kinder noch im Alter von bis zu 10 Jahren Hilfe bei der Mundpflege benötigen.

Insbesondere die aktive Unterstützung der kindlichen Mundpflege setzt voraus, dass den Eltern die Bedeutung und die Notwendigkeit der Kinderprophylaxe bewusst sind. Noch immer sieht man sich mit Fällen konfrontiert, in denen speziell die Pflege des Milchgebisses sträflich vernachlässigt wird – „die Milchzähne fallen ja sowieso aus", lautet hier oftmals die kurzsichtige Begründung. Solchen „Zahnputzmythen" von Anfang an konsequent entgegenzuwirken und Kinder und Eltern gleichermaßen für das Thema Mundpflege zu sensibilisieren, gehört neben der professionellen Prophylaxe zu den wichtigen Aufgaben des Praxisteams.

Motivations-Tools für zu Hause

Werden die Weichen in dieser Form gestellt, verlassen die kleinen Patienten und ihre Eltern nicht selten hoch motiviert die Praxis – eigentlich ideale Voraussetzungen für eine regelmäßige und gründliche Mundpflege. Zu Hause und im Alltag angekommen lässt der anfängliche Elan insbesondere bei den Kindern mitunter schneller nach, als es einem lieb sein kann. Immerhin soll das Zähneputzen jetzt zur täglichen Routine werden – spannend klingt anders.

Um die häusliche Mundpflege für Kinder dennoch attraktiv gestalten zu können, stehen heutzutage moderne Prophylaxe-Hilfsmittel bereit. Spezielle Kinder-Zahnbürsten sind nicht nur in Größe und Form auf die Bedürfnisse der kleinen Patienten abgestimmt, in allerlei bunten Farben und mit Cartoon-Figuren verziert setzen sie auch in puncto Design kindgerechte Akzente. Elektrische Zahnbürsten wie die Oral B Advance Power Kids punkten zusätzlich noch auf akustischer Ebene: Ein Musik-Timer hilft den Kindern dabei, die empfohlene Putzdauer von zwei Minuten einzuhalten. Dabei wechselt die Melodie jeweils nach einer Minute, um auf den Wechsel vom Ober- zum Unterkiefer aufmerksam zu machen.

Das Smartphone putzt mit

Darüber hinaus lässt sich das Zähneputzen mittlerweile in Form von Zahnpflege-Apps nahtlos in das digitale Zeitalter integrieren. Bedenkt man, dass heute schon die Kleinsten mit Smartphone, Tablet & Co. in Berührung kommen, wird klar, welche Bedeutung solche Hilfsmittel haben können. Digitale Medien stehen bei den Kleinen schlichtweg hoch im Kurs, weshalb ihr Einsatz zu einer deutlich spürbaren Motivationssteigerung führen kann. Die Disney Magic Timer-App von Oral-B etwa lässt Kinder Motive ihrer Zeichentricklieblinge „freiputzen". So vergehen die zwei Minuten wie im Flug und am Ende steht ein kindgerechtes und direkt sichtbares Erfolgserlebnis. Um die Motivation auch über einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau zu halten, sammeln die Kinder unter anderem verschiedene Sticker für das Absolvieren ihrer Zahnputz-Routine.

Fazit

Wer Eltern und Kinder in der Praxis für das Thema Mundpflege sensibilisiert und auf die Bedeutung selbiger aufmerksam macht, der schafft die Grundlage für eine gute häusliche Mundpflege. Moderne Prophylaxe-Hilfsmittel für Kinder können in der Folge dabei helfen, diesen positiven Impuls aufzunehmen und für eine langanhaltende Motivation zu sorgen. Dementsprechend kann die Empfehlung solcher Tools dazu beitragen, die häusliche Prophylaxe der kleinen Patienten einen Schritt voranzubringen und somit letztendlich ihre Mundgesundheit zu verbessern.


1 Sandström A et al. Tooth-brushing behaviour in 6-12 year olds. Int J Paed Dent 2011;21(1):43.49.