Kraniomandibuläre Dysfunktion (Störungen das Kiefergelenkes)

Kraniomandibuläre Dysfunktion (Störungen das Kiefergelenkes)

 Was sind Störungen des Kiefergelenkes?

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WAS SIND STÖRUNGEN DES KIEFERGELENKS?

Bei Kiefergelenkstörungen handelt es sich um eine Gruppe von Zuständen, die Schmerzen im und um das Temporomandibulargelenk (kurz ZMG), sowie in der umgebenden Muskulatur verursachen. Kieferprobleme beeinträchtigen die menschlichen Fähigkeiten, zu sprechen, zu essen, zu kauen, zu schlucken, zum Mienenspiel und sogar zu atmen. Etwa 35 Millionen Menschen in den USA leiden an Kiefergelenkstörungen, 90 Prozent der am stärksten von chronischen Schmerzen und Fehlfunktionen des Kiefergelenks Betroffenen sind Frauen ab dem Teenageralter bis in das 6. Lebensjahrzehnt. 1

WELCHE SYMPTOME WEISEN AUF EINE KIEFERGELENKSTÖRUNG HIN?

Das verbreitetste Symptom einer Störung des Kiefergelenks sind Schmerzen. Kiefergelenkschmerzen werden häufig als dumpfer Schmerz im Kiefergelenk und den umgebenden Kopfbereichen, einschließlich der Ohren, beschrieben. Einige Menschen empfinden allerdings trotz vorliegender Fehlfunktionen des Gelenks keinen Schmerz. Weitere Symptome können sein:

  • Schmerz im Nacken und in den Schultern
  • Migräne und / oder chronische Kopfschmerzen
  • Muskelverhärtungen im Kiefer
  • Bewegungseinschränkungen oder Blockierung des Kiefers
  • Schmerzhaftes Knacken, Knallen oder Reiben im Kiefergelenk beim Öffnen oder Schließen des Mundes
  • Ein Biss, der sich irgendwie “daneben” anfühlt
  • Ohrenschmerzen, Druck und / oder ein Klingeln in den Ohren
  • Verminderte Hörfähigkeit
  • Schwindel und Sehstörungen

Vergessen Sie bitte nicht, dass gelegentliche Beschwerden im Kiefergelenk oder der Kaumuskulatur ganz normal sind und keinen Grund zur Sorge darstellen sollten. Zahlreiche Menschen mit Kiefergelenkproblemen gesunden ganz ohne Behandlung. Manchmal verschwindet das Problem im Verlauf einiger Wochen oder Monate von selbst wieder.

Jüngste Forschungen legen nahe, dass einige Patienten mit Kieferproblemen auch noch an anderen schmerzhaften Beschwerden leiden, etwa an Faser-Muskel-Schmerz (Fibromyalgie), einem chronischen Erschöpfungssyndrom, Herzrhythmusstörungen, an Hörproblemen wie Tinnitus, Verdauungsstörungen und Störungen des Magen-Darm-Traktes, an chronischen Scheidenschmerzen (Vulvodynie), Endometriose sowie an Schlafstörungen. 2

WODURCH WERDEN STÖRUNGEN DES KIEFERGELENKS HERVORGERUFEN?

Es sind nicht alle Ursachen bekannt. Einige mögliche Gründe sind Verletzungen im Kieferbereich, verschiedene Arten von Gelenkentzündungen (Arthritis), einige Zahnbehandlungen, Ihre Gene und / oder Hormone, eine Infektion sowie Autoimmunerkrankungen. Forschungen haben ergeben, dass Kiefergelenkpatienten zudem überempfindlich in Bezug auf Schmerz sein können, was erklären würde, warum sie häufig auch noch an anderen chronischen Schmerzzuständen leiden. 3

WIE WERDEN KIEFERGELENKSTÖRUNGEN BEHANDELT?

Da es sich bei den meisten Kiefergelenk- und Muskelproblemen um vorübergehende Beschwerden handelt, die höchstens einige Wochen oder Monate andauern, reichen zu ihrer Linderung in der Regel einfache Behandlungsmaßnahmen wie heiße oder kalte Umschläge und frei verkäufliche Arzneimittel aus. Vermeiden Sie Behandlungen, die zu dauerhaften Veränderungen im Biss oder im Gelenk führen können.

Laut dem Nationalen Institut für Zahn- und kraniofaziale Forschung der Nationalen Gesundheitsinstitute sollten Behandlungen des Kiefergelenks soweit möglich wieder aufhebbar sein. Das bedeutet, dass die Behandlung keine dauerhaften Veränderungen am Gelenk oder den Zähnen verursachen sollte. Beispiele für aufhebbare Behandlungen sind:

  • Frei verkäufliche Schmerzmittel
  • Verschreibungspflichtige Arzneimittel
  • Sanfte Dehnungs- und Entspannungsübungen für den Kiefer
  • Stabilisierende Schienen (Bissplatten, Aufbissschienen) sind die am häufigsten angewendeten Behandlungen bei Störungen des Kiefergelenks. Untersuchungen ihrer Wirksamkeit bei der Schmerzlinderung lieferten jedoch keine schlüssigen Ergebnisse.

Das Nationale Institut für Zahn- und kraniofaziale Forschung führt darüber hinaus an, dass nicht nachgewiesen werden konnte, dass nicht aufhebbare Behandlungen anschlagen, sondern dass sie das Problem unter Umständen eher noch verschlimmern. Beispiele für nicht aufhebbare Behandlungen sind:

  • Bissregulierung durch Abschleifen der Zähne
  • Umfassende zahnmedizinische Maßnahmen
  • Schienen zur Verlagerung des Unterkiefers (dadurch verändern sich die Stellung des Bisses und des Kiefers)
  • Zahnregulierung (Orthodontie)
  • Chirurgische Eingriffe, bei denen Teile des Kiefergelenks oder das gesamte Kiefergelenk ersetzt werden

Komplizierte Fälle bringen chronische und starke Schmerzen und Kieferfehlfunktionen mit sich. Derartige Patienten werden am besten von einer Gruppe von Fachärztinnen und Fachärzten auf Gebieten wie Neurologie, Rheumatologie und Schmerztherapie behandelt, die gemeinsam ein abgestimmtes Behandlungsprogramm entwickeln. 4

QUELLENANGABEN

1 Dworkin SF, Huggins KH, LeResche L, et al. Epidemiology of signs and symptoms of temporomandibular disorders: clinical signs in cases and controls. JADA. 1990; 120: 273-281.

2 Randal, J. (2007). A Systems Approach to the Understanding of TMJ as a Complex Disease. TMJ Science, 4(2), ii.

3 Aaron LA, Burke MM, Buchwald D. Overlapping conditions among patients with chronic fatigue syndrome, fibromyalgia and temporomandibular disorders. Arch Intern Med. 2000;160:221-227.

4 U.S. Department of Health and Human Services: National Institutes of Health. (Revised March 2010). TMJ Disorders. (NIH No. 10-3487). Washington, D.C.:Government Printing Office, 14.

 

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