Aktueller Stand zum Thema Demineralisierung/Remineralisierung

Mark E. Jensen, MS, DDS, PhD; Robert V. Faller, BS

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Bei dem Versuch Karies zu erkennen wurde elektrischer Widerstand über viele Jahre hinweg in verschiedenen Formen eingesetzt. Man nutzt im Grunde eine Änderung des Widerstandes zur Feststellung des Mineralgehaltes. Diese Methode wird bereits bei der Diagnose von Okklusalkaries eingesetzt27und ist vor kurzem bei einer In-vitro- und In-vivo-Beurteilung der Remineralisierung von Läsionen mit Zahncreme herangezogen worden. Hier zeigten sich einige Schwierigkeiten und es konnte keine statistische Signifikanz festgestellt werden. Gleichwohl deuten die Schlussfolgerungen darauf hin, dass, mit einigen Änderungen, durch Messungen des elektrischen Widerstandes ein Vergleich des Remineralisierungspotenzials von verschiedenen Zahncremes möglich sein könnte. Zudem wurde unlängst die In-vitro-Messung des elektrischen Widerstandes (mit der ECM-Methode - Electric Caries Monitor) für einen Vergleich mit der transversalen Mikroradiographie zur Messung der Remineralisierung (Tiefe der Wurzelläsion und Mineralverlust) bei verschiedenen Fluoridbehandlungsregimen herangezogen. Es scheint, dass die ECMSpezifität nur bei 80 % liegt und deshalb für die klinische Anwendung derzeit nicht geeignet ist.28 Dennoch gibt es Hinweise für Anwendungsmöglichkeiten bei der Messung der Remineralisierung und Demineralisierung bei schwierig zu diagnostizierenden Läsionen der Wurzeloberfläche.

 

Es ist eindeutig erforderlich, die Sensibilität der Methoden zur Kariesdiagnostik zu verbessern und gleichzeitig ein Höchstmaß an Spezifität zu erhalten. Unser Ziel ist es, Kariesaktivität  estzustellen, noch bevor sie klinisch oder radiologisch sichtbar ist, wenn wir wirksame Methoden für eine Remineralisierung einsetzen und ein Übergewicht der Demineralisierung verhindern können. Die Kariesbildung ist ein dynamisches Kontinuum und die derzeitigen Diagnosemethoden müssen eingehender untersucht und mit dem „Goldstandard“ verglichen werden.29 Aufgrund der verbesserten Methoden zur Kariesdiagnostik weist Ekstrand30 auf die Notwendigkeit von klinischen Studien zur Untersuchung nicht kavitierter Läsionen hin. Diese Früherkennungsmethoden müssen evaluiert werden, sie werden jedoch für klinische Studien von Therapien vorgeschlagen, die darauf abzielen, das Gleichgewicht von Demineralisierung und Remineralisierung bei Risikopatienten zu korrigieren. Imrey und Kingman31 haben diesen Bereich unlängst untersucht und kamen zu dem Schluss, dass eine Datenanalyse notwendig sei, die die Messergebnisse der Ordinal- und kontinuierlichen Skala umfassend auswertet. Wir werden hoffentlich bald mehr klinische Daten mit Methoden zur quantitativen Messung von initialen Kariesläsionen erhalten. Möglicherweise werden wir die Verbesserung von Methoden erleben, wie z. B. der 3D Cone-Beam-Technologie, mit der dreidimensionale Aufnahmen erstellt werden können. Es ist nicht allzu abwegig, zu denken, dass sich jemand ein Gerät wie das Accuitomo (zur Ansicht hier klicken) von J Morita ausdenken kann, dass 3D Bilder von initialen Kariesläsionen aufnimmt. Leider ist die Auflösung nur etwas besser als zwei Linienpaare pro mm, obwohl 22 Linienpaare/mm oder mehr notwendig wären. Wenn es Fortschritte bei der Auflösung gibt, dann könnte es Programme geben, die Veränderungen des Mineralgehalts in einer Läsion dreidimensional analysieren. Mit der Subtraktionsanalyse wäre es uns möglich, den Status der Läsion und die Wirksamkeit unserer Behandlung zu überwachen. Können wir diese Methoden dann auch für eine individuelle Behandlung der Patienten nutzen, die Behandlungsansätze zur Remineralisierung einbezieht?

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