Aktueller Stand zum Thema Demineralisierung/Remineralisierung

Mark E. Jensen, MS, DDS, PhD; Robert V. Faller, BS

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Prävalenz von Karies, Kinder in den USA

Étude du NIDR (NHANES III)

Die letzten Studien des NIDR (National Institute for Dental Research, nationales Institut für Dentalforschung) (NHANES III) bestätigen, was wir seit längerem in der Klinik beobachten konnten: Kinder bekommen einfach nicht viel Karies. Die Statistiken aus dem Jahr 1994 zeigen, dass 55 % der Kinder zwischen 5 - 17 Jahren kariesfrei sind.

Diese Botschaft besagt für uns, dass Karieserkrankungen der Vergangenheit angehören. Wie sieht es mit der neuen Kariesrate aus? Wenn wir dieselbe NIDR Studie betrachten, die besagt, dass die Kariesrate bei 45 % liegt, und die Rate bei Achtjährigen in der Studie herausgreifen, würden wir immer noch etwa eine Milliarde Läsionen im Anfangsstadium feststellen, die sich potenziell zu kariösen Läsionen entwickeln können. Obwohl nationale Untersuchungen einen allgemeinen Rückgang von klinisch feststellbarer Karies bei Kindern in den USA gezeigt haben, zeigte der Bericht der obersten US-Gesundheitsbehörde, der US Surgeon General, im Jahr 2000, dass Karies bei den Kinderkrankheiten der 5- bis 17-jährigen an erster Stelle steht. In dieser Gruppe ist die Prävalenz von Karies 5-mal höher als von Asthma und 7-mal höher als von Heuschnupfen.

Eine umfassende Untersuchung der Epidemiologie wurde mit der Schlussfolgerung veröffentlicht,1 „Karies ist ein weltweites Problem, das mit Plaque, Mikroorganismen und der Aufnahme von Kohlenhydraten zusammenhängt. Das Vorhandensein von Fluorid im Mundmillieu hemmt den Prozess.“ Untersuchung der Sekundärkaries.

Kariesrisiken

Schätzungen zufolge müssen 50 % der Amalgamfüllungen aufgrund rezidivierender Karies ersetzt werden. Das haben Sie schon tausendmal gehört ... „Alle meine Zähne haben Füllungen, da ist kein Platz mehr für Karies!“ Eine Füllung kann, wie wir wissen, zweimal erfolgreich ersetzt werden, bevor eine dauerhaftere Restauration erforderlich ist. Besteht hier ein Bedarf für eine Fluoridtherapie?  

Und was ist mit den Wurzeloberflächen? Wenn die Kinder erwachsen und aus dem Haus sind, ist es dann für die Eltern sinnvoll, eine nicht fluoridierte Zahncreme zu verwenden? Erneut wird Schätzungen zufolge die Hälfte der Bevölkerung im Alter von 50 Jahren mindestens eine Kariesläsion der Wurzeloberfläche aufweisen. Besteht hier ein Bedarf für eine Fluoridtherapie?

 
Kariesrisiken

Die Veränderungen bei der Verteilung der Karieserkrankungen sind wichtig für das Verständnis und die Planung von Präventionsmaßnahmen für alle Altersgruppen weltweit. Durch Veränderungen in der klinischen Behandlung von Karies, mit dem Schwerpunkt einer frühzeitigen Behandlung, fehlen uns nun Erkenntnisse über operative und nicht operative Behandlungen. Das Verständnis der Kariesbildung im Hinblick auf einen fortlaufenden dynamischen Demineralisierungs und Remineralisierungsprozess bedeutet, dass sich epidemiologische Studien in naher Zukunft in Bezug auf das Wissen über und die Feststellung von Karies verändern werden. Visuell-tastende Untersuchungsmethoden, die auf Diagnosekriterien wie die von Radicke2 zurückgreifen, können angesichts der neuen Technologien zur Früherkennung und der Notwendigkeit, Kariesläsionen ohne Kavitation zu erkennen, zur Datenerhebung bei Karies nicht mehr ausreichen. Pitts et al3 al.3 diskutieren die aktuelle Kariesepidemiologie unter besonderer Berücksichtigung der Diagnosestandards.

 

Speichel ist die Hauptkomponente für einen Kariesschutz und er neutralisiert die von Plaquebakterien gebildeten Säuren. Darüber hinaus werden Kalzium und Phosphat vom Speichel zur Verfügung gestellt, dies schützt vor Demineralisierung und ermöglicht eine Remineralisierung. Viele Patienten sind von einem verminderten Speichelfluss oder einer verringerten Pufferkapazität des Speichels betroffen. Obwohl viele systemische Erkrankungen eine Hyposalivation oder gar Xerostomie hervorrufen können, sind verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Medikamente die Hauptursache. Von mehr als 400 Medikamenten weiß man, dass sie den Speichelfluss beeinträchtigen. Viele unserer Patienten nehmen diese Medikamente täglich ein, um chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck und Depressionen zu behandeln. Bei anderen ist aufgrund von Allergien eine saisonale Anwendung notwendig. Klinisch signifikant ist hierbei, dass das Gleichgewicht zwischen den Remineralisierungs- und Demineralisierungsprozessen sehr wahrscheinlich gestört wird und unter dem Strich das Risiko für eine Demineralisierung zunimmt. Bei diesen Patienten muss eine eindeutige Diagnose gestellt werden. Zusätzlich zu fluoridierten Zahncremes sollten weitere Präventionsmaßnahmen und eine Ernährungsberatung zur Kariesverhütung angeboten werden.

 

Bei der Untersuchung von Deckprothesen in einer Studie von 1973 bis 1985 wurde bei 254 Patienten eine Kariesrate von 6,5 % festgestellt. Auf einem mit einer Deckprothese bedeckten Zahn hält sich die Plaqueschicht nachhaltiger. In diese Bereiche gelangt zudem weniger Speichelflüssigkeit; die schützenden Effekte der Mundhöhle haben hier einen geringeren Einfluss. Besteht hier ein Bedarf für eine Fluoridtherapie?

 

Eine weitere wichtige Zielgruppe für eine Fluoridtherapie sind Krebspatienten, die eine Strahlentherapie im Kopf- und Halsbereich erhalten. Hier kann eine Fluoridtherapie aufgrund der Auswirkung dieser Behandlung auf den Speichelfluss angezeigt sein.

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